Zwei Budgets, oft verwechselt: Werbefonds und lokales Marketing.
Mit Zahlen aus der DFV-Statistik, einer klaren Abgrenzung und einem Rechner für Ihr System.
Werbefonds 2027So wurde das Budget eingesetztDie Werbegebühr ist eine laufende Zahlung des Franchisenehmers an den Franchisegeber, die zweckgebunden in einen gemeinsamen Werbefonds fließt. Aus diesem Fonds bezahlt die Zentrale Werbung, die dem ganzen System zugutekommt – von Online- und Printanzeigen bis zu Radio- und Fernsehwerbung (selbststaendigkeit.de).
Sie orientiert sich in der Regel am Umsatz (Haufe), manche Systeme verlangen eine feste Monatspauschale. Wichtig für beide Seiten: Die Werbegebühr ersetzt nicht das lokale Marketing. Sie baut die Marke auf – Kundschaft in einen bestimmten Standort bringt sie nur indirekt.
| Laufende Franchisegebühr | Werbegebühr | Lokales Marketingbudget | |
|---|---|---|---|
| Wofür | Marke, Know-how, Betreuung | Überregionale Werbung des Systems | Werbung für den eigenen Standort |
| Wer gibt es aus | Franchisegeber | Franchisegeber, zweckgebunden | Franchisenehmer, im Rahmen der Vorgaben |
| Typische Berechnung | Prozent vom Umsatz | Prozent vom Umsatz oder Pauschale | Prozent vom Umsatz oder Mindestbetrag |
| Wirkung | Systemleistungen | Markenbekanntheit | Kundschaft im Einzugsgebiet |
der Systeme, die eine Werbegebühr erheben, liegen laut DFV-Statistik 2022 unter 2 % vom Umsatz.
Quelle: DFV-Statistik via selbststaendigkeit.devom Umsatz reichen die prozentualen Werbegebühren in den dort aufgeführten Beispielsystemen aus Gastronomie, Bau und Bildung.
Quelle: selbststaendigkeit.deim Monat betragen die Pauschalen in den aufgeführten Beispielen aus Immobilien und Fitness.
Quelle: selbststaendigkeit.deEine niedrige Werbegebühr ist nicht automatisch ein Vorteil. Entscheidend ist, was mit dem Geld passiert und ob die Maßnahmen auch vor Ort ankommen. Fragen Sie als Franchisenehmer nach dem letzten Werbefonds-Bericht, als Franchisegeber nach dem, was Ihre Partner sich wünschen.
Geben Sie Monatsumsatz, Werbegebühr und lokales Budget ein. Der Rechner zeigt die Beträge pro Standort und für das ganze System.
61 % der Systeme mit Werbegebühr liegen unter 2 %.
Im ganzen System mit 25 Standorten: Werbefonds – pro Jahr, lokales Marketing – pro Jahr.
Die Berechnung ist eine vereinfachte Orientierung und ersetzt keine Steuer- oder Rechtsberatung. Maßgeblich sind die Regelungen in Ihrem Franchisevertrag.
Legen Sie fest, wofür der Werbefonds verwendet werden darf und wofür nicht – etwa keine Kosten der Partnergewinnung.
Ein Bericht über Einnahmen, Ausgaben und Ergebnisse des Fonds schafft Vertrauen bei den Franchisenehmern.
Gewählte Franchisenehmer reden bei Jahresplanung und Kampagnen mit. Das erhöht die Akzeptanz der Maßnahmen im ganzen System.
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14 Tage kostenlos testenLaut einer DFV-Statistik für 2022 liegt die Werbegebühr bei 61 % der Systeme, die eine erheben, unter 2 %. Je nach System wird sie als Prozentsatz vom Umsatz oder als feste Monatspauschale berechnet.
Die laufende Gebühr vergütet die Leistungen des Franchisegebers wie Marke, Know-how und Unterstützung. Die Werbegebühr ist zweckgebunden und fließt in einen Werbefonds, aus dem Werbung für das gesamte System bezahlt wird.
In der Regel nicht. Der Werbefonds finanziert überregionale Maßnahmen. Viele Franchiseverträge verlangen zusätzlich ein eigenes lokales Marketingbudget des Standorts.
Für Franchisenehmer ist sie in der Regel sofort als Betriebsausgabe abzugsfähig. Klären Sie die Details mit Ihrer Steuerberatung.
Das regelt der Franchisevertrag. Bewährt haben sich eine jährliche Abrechnung über Einnahmen und Ausgaben des Fonds und ein Werbebeirat, in dem Franchisenehmer bei der Planung mitreden.